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Posts mit dem Label "Gehirn" werden angezeigt.

Was erwarten wir eigentlich? Was bleibt im Ohr, wenn wir Musik hören.

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Wir nutzen nur 10% unseres Gehirns. Zumindest hört man diesen Spruch immer wieder. Und so ganz verkehrt ist er eigentlich auch gar nicht, nur fehlt eben eine wichtige Information: gleichzeitig. Anders gesagt: Ich nutze auch immer nur 10% meines Kleiderschrankinhaltes, da 3 übereinandergezogene Winterjacken den Bewegungsradius der Arme empfindlich einschränken und mir zudem zu warm sind. Das heißt aber doch nicht, dass ich die restlichen 90% der Wohlfahrt spenden könnte. Zumindest nicht, solange ich nicht vorhabe, in Zukunft nur noch auf Kostümreitveranstaltungen teilzunehmen und mir jedesmal als „Dame im Abendkleid“ die Oberschenkelinnenseiten wund zu reiten, oder im Schneeanzug zum Baden zu gehen. Selbst die selten genutzten Bereiche meines Kleiderschrankes sind mir genauso heilig wie die selten genutzten Bereiche meines Gehirns (das sind die, mit denen man Steuererklärungen korrekt ausfüllen und in den richtigen Augenblicken die Ruhe bewahren kann). Und die Tatsache,...

Ring, Ring... von Tinnitus und Smetana und anderen störenden Nebengeräuschen

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Wenn ich heute zurückdenke, bin ich ja fast der Meinung, als junges Mädchen kurz vor dem Abitur ein geregeltes Leben ohne allzuviel Stress geführt zu haben. Aber vermutlich ist das nur die Blödheit des Alters, das da aus mir spricht. Klar, Mietsorgen hatte ich damals nicht, auch mein weiteres Leben war einigermaßen überschaubar, zumindest, was die folgenden Jahre (Abi, Studium, notwendige Auslandsaufenthalte) betraf, meine Eltern gab es beide noch und Falten hatte ich auch noch keine aufzuweisen. Trotzdem wachte ich eines Morgens auf und erlebte den Beginn der großen Gregorianik in meinem Kopf, die mich noch einige Wochen lang begleiten sollte: Alles, was an akustischen Geschehnissen um mich herum vorging, hörte ich mehrstimmig. Gespräche zu führen, war wie ein terzverschobenes Parallelorganum, eine Art Antiphon (er singt , sie singt ), bei dem ich jedesmal versucht war, ein Alleluja anzuhängen, um dem ganzen einen würdigen Abschluss zu verleihen. Nach ein paar Tagen wurden aus ...

The Rhythm of my Heart

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Allen Unkenrufen und Meteorologen zu Trotz: So langsam wird es doch wärmer in unseren Gefilden. Und mit der Wärme kommen die Zugvögel zurück. Alle Vöglein sind zwar noch nicht ganz da, befinden sich aber gewissermaßen in der Einflugschneise. Es ist Hauptrückreisezeit. Der Nistkasten für die kommende Saison ist gebucht, die Anzahl der Eier in der Diskussion mit dem Partner, und spätestens in der Woche nach dem Einzug wird er losgehen: Der Run auf nestgeeignete Zweige und Polstermaterial. Und trotzdem ist es friedlich am Himmel, staut sich nichts beim Umfliegen der Gewitterwolke, sind sie im perfekten Formationsflug unterwegs, einschließlich synchronisiertem Flügelschlag, unter perfekter Einhaltung der vorgegebenen Fluggeschwindigkeit. Und die selbsternannte Krone der Schöpfung? Die schafft es nicht einmal über das Kamener Kreuz zu fahren, über einen Weihnachtsmarkt (oder auch nur durch einen Supermarkt) zu gehen, ein Konzert zu besuchen oder 90 Minuten lang Fußball zu spie...

Beethovens zehntes - Vom Einfluss des Alkohols auf die Musik

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So ab und an hat ja auch das Fröken Finemang mal einen Tag, an dem es sich nicht mir Lernen, Recherchieren, Bibliographieren und Ähnlichem beschäftigen, aber trotzdem etwas lesen möchte. Nur eben etwas entspannter und gemütlicher. Ja, und dann liest es *hust*  ganz besonders gerne *hust-hust* Kriminalromane, in denen Musikwissenschaftlern der Schädel zertrümmert wird und irgendein abstruses Stück Papier aus seinen Unterlagen fehlt, dem niemand zuvor besondere Aufmerksamkeit geschenkt hat. Jaaaaaa, irgendwie finde ich das entspannend... und nein, ich gebe den zerhackstückelten Musikwissenschaftlern in meiner Fantasie NICHT die Gesichter realer MuWis, mit denen ich vielleicht ein ganz kleines bisschen auf Kriegsfuß stehen könnte...  So etwas gibt es nicht, ich liebe alle MuWis.  Fast.  Nun ja, einige.  Zwei.  Ach Quatsch, nehmt mich nicht ernst, bitte XD Eines dieser Bücher ist übrigens "Die zehnte Symphonie" von Joseph Gelinek, und der Tote ist in...

Musikalische Volksverdummung - unfreiwillige Dauerbeschallung und die Folgen

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Friedemann Bach heißt der Mann, der mich nun schon mein halbes Leben lang begleitet hat. Wilhelm Friedemann Bach, um genau zu sein. Ich kann nicht sagen, was mich an ihm fasziniert, aber wohin ich auch gehen, ich kehre immer wieder zu ihm zurück. Auch im Flugzeug nach Dresden hatte ich ihn im Ohr, in meinem ansonsten kaum genutzten mp3-Player.  Seitdem ich mir das Ding vor etwas mehr als einem Jahr gekauft habe, weil ich es für eine clevere Idee hielt, mich damit auf Stücke vorzubereiten, die ich zu spielen habe, hat es vermutlich etwa 3x das Tageslicht gesehen.  Ich hasse es, überall mit Musik beschallt zu werden, unfreiwilliges Hören ist für mich eine der größten Qualen, die es gibt,die Dresdner Dudelfolter das sächsische Pendant zur Chinesischen Wasserfolter. So ein paar Tropfen auf die Stirn bringen einen ja nicht um, aber wenn man es nicht mehr abstellen kann, wird das Ganze zum Problem. Könnte man sich den Player mit Stille beladen, die dann das tägliche Gedude...

Alle Ohrwürmer sind gut drauf! Warum Musik so penetrant sein kann

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Bitte vor dem Lesen anklicken :) Das war nicht besonders nett von mir, nicht wahr? Ohne Vorwarnung so einen grenzdebilen Song zu verlinken. Aber weshalb sollte ich die einzige sein, die diese musikalische Essstörung seit geschlagenen 20 Jahren nicht mehr aus dem Kopf bekommt? Beinahe jedes Mal, wenn sich irgend jemand darüber beschwert, dass das Leben im Berufsbereich Musik ein ewiger Kampf sei, geht es wieder los, in meinem Kopf. Und nicht irgendwie, sondern a la Bordelaise.  Grund dafür ist eine Unterhaltung, die ich damals anlässlich eines Lachflashes über diese kulinarische Volksverdummung mit meinem Bruder führte, und bei der wir uns einig waren, dass es ein Jammer sei muss für einen studierten Sänger, auf Jobs angewiesen zu sein, bei welchen man Geschirr synchronisiert. Noch schlimmer ist es allerdings, den singenden Fischteller in seinen Lebenslauf aufzunehmen, um etwas vorweisen zu können, sollte man nach Referenzen gefragt werden. Und genau das scheint der P...