Nur ein toter Komponist ist ein guter Komponist
Manchmal liegt es in der Natur der Sache, dass man als Künstler nicht über den Tod hinaus, sondern überhaupt erst durch diesen bekannt wird. Dann nämlich steht man in der Zeitung. Und wenn man Glück hat (sofern man in einer derartigen Situation (also quasi als Gewesener) überhaupt noch davon sprechen kann, Glück zu haben), handelt es sich um mehr als einen kleinen Satz des Bedauerns mit einem schwarzen Rahmen darum herum. Ein kleiner Nachruf, und stamme er auch von einem Musikologen, der sich in erster Linie mit der Erforschung quasi unbekannter (ehemaliger) Zeitgenossen beschäftigt, oder, besser noch, ein Artikel, in welchem man als Schöpfer des einen oder anderen (mehr oder weniger bekannten) Stückes genannt wird. Dann nämlich hat man es geschafft. Irgendwie. Nicht, dass man sich dann noch irgendetwas dafür kaufen könnte, aber das hat Van Gogh schließlich auch nicht gestört. Ein einziges Bild hat er zu Lebzeiten verkauft. Bekannt wurde er als der Irr...