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Posts mit dem Label "Wilhelm Friedemann Bach" werden angezeigt.

“Weiberkram Musiksoziologie”, oder: Warum Frauen immer alles verstehen müssen

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“Historische Musikwissenschaft” musste ich mir neulich anhören, “das ist ja mal wieder ganz typischer Weiberkram. Von Musiksoziologie will ich mal gar nicht reden. Passt zu Dir. In den Privatangelegenheiten toter Komponisten rumzuschnüffeln, statt mit Zahlen zu hantieren!” So, Herzchen, jetzt pass mal auf: Mal ganz abgesehen davon, dass Du es mit Deiner sytematischen MuWi auch nicht gerade zum Raketenwissenschaftler bringen würdest, bis 8 kann ich nämlich auch noch zählen, statt wie ein Mathematiker halbwegs reale Zahlen zu verwenden, kommst Du mir hier mit kleinen und großen Dreiern und verminderten Siebenern an... und was bitte hat denn die Frage danach, wie Beethoven von seinen Zeitgenossen aufgenommen worden ist, mit Privatsphäre zu tun? Oder die Frage nach den Aufführungsmöglichkeiten, Publikumsschichten, oder den Zeitgeschmack beeinflussenden politischen Entwicklungen? “Ja, Klar”, heißt es, “Nun wird also die Rolle des Einzelnen innerhalb der Gesellschaft beleuchtet. Ha...

Beethovens zehntes - Vom Einfluss des Alkohols auf die Musik

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So ab und an hat ja auch das Fröken Finemang mal einen Tag, an dem es sich nicht mir Lernen, Recherchieren, Bibliographieren und Ähnlichem beschäftigen, aber trotzdem etwas lesen möchte. Nur eben etwas entspannter und gemütlicher. Ja, und dann liest es *hust*  ganz besonders gerne *hust-hust* Kriminalromane, in denen Musikwissenschaftlern der Schädel zertrümmert wird und irgendein abstruses Stück Papier aus seinen Unterlagen fehlt, dem niemand zuvor besondere Aufmerksamkeit geschenkt hat. Jaaaaaa, irgendwie finde ich das entspannend... und nein, ich gebe den zerhackstückelten Musikwissenschaftlern in meiner Fantasie NICHT die Gesichter realer MuWis, mit denen ich vielleicht ein ganz kleines bisschen auf Kriegsfuß stehen könnte...  So etwas gibt es nicht, ich liebe alle MuWis.  Fast.  Nun ja, einige.  Zwei.  Ach Quatsch, nehmt mich nicht ernst, bitte XD Eines dieser Bücher ist übrigens "Die zehnte Symphonie" von Joseph Gelinek, und der Tote ist in...

Der nächste Stinkstiefel: Jean Baptiste Lully, die 1.

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    Teil 1 der Plapperei über Jean Baptiste Lully. Was ist das mit dem Genie in der Musik? Stimmt es wirklich, was die Prinzen gesungen haben? Dass man ein Schwein sein muss in dieser Welt? Geht man sonst unwiderruflich unter? Jean Baptiste Lully muss so gedacht haben, denn er hat die Schweinemethode angewandt, um ganz nach oben zu kommen, was auch funktionierte. Nur, um sich oben zu halten, muss man sich eine andere Methode ausdenken... am besten man nimmt sich irgendein Tier zum Vorbild, das sich auch wirklich lange oben halten kann. Einen Mauersegler zum Beispiel. Oder einen Adler. Ein Albatros wäre dann schon wieder eher ungeeignet, aber das hat man dem guten Lully damals wohl nicht verraten. Aus gutem Grund, möchte ich mal vermuten. Es gibt also schon wieder eine Komponistenvorstellung, und wie schon beim guten Wilhelm Friedemann Bach wird auch Lully mehr als ein Posting in Anspruch nehmen. Für ein paar Zeilen hat der gute Mann einfach zu viel erlebt und z...

Der Friedi... in Berlin

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Teil 5 des Friedemann Bach Geplauders. Hier geht es zu Teil 1 , Teil 2 , Teil 3  und Teil 4 Halle hatte er nun hinter sich gelassen, der Friedemann. Ob er neben viel Ärger auch schöne Erinnerungen mitgenommen hat, können wir nur vermuten. Lauschige Kaminabende, an denen sich die Mitglieder des Hallenser Rats zusammengesetzt und über die schöne Zeit mit dem ältesten Bach-Sohn geplaudert haben, wird es allerdings definitiv nicht gegeben haben. In den Akten des Rates wird Friedes Verhalten folgendermaßen beschrieben: “Sonderbares Betragen, unanständiger Wandel und Eigensinn”. “Genau!” ruft ein unsichtbarer Carl Friedrich Zelter aus dem Off, “Und pritzelhaft! Pritzelhaft am allermeisten!” :D Irgendwie klingt das alles verdächtig nach Johann Sebastians Streitereien mit der Universität... der alte Bach wollte sich geausowenig sagen lassen, wie der junge. Und indem der junge Bach krampfhaft versuchte, seine Kompositionen von denen seines Vaters und seiner Brüder abzuheben, s...

Der Friedi... in Dresden und Halle

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Teil 4 des Friedemann Bach Geplauders. Hier geht es zu Teil 1 , Teil 2 und Teil 3 Wilhelm Friedemann Bachs erste feste Anstellung als Organist an der Dresdner Sophienkirche verschaffte ihm, wie bereits erwähnt, sein Vater Johann Sebastian, der sogar soweit ging, das Bewerbungsschreiben seines Sohnes zu fälschen.Friedeman selbst hatte nämlich erst gar keines geschrieben. Falls sich an dieser Stelle übrigens jemand fragen sollte, wo die Sophienkirche denn eigentlich steht: Sie wurde im 2. Weltkrieg schwer beschädigt, 1962 abgerissen und durch ein Gasthaus mit Kneipe ersetzt. Hätte Friedi sicher für gut befunden, aber dazu später. Und das mit dem Bewerbungsschreiben hätte auch von meinem eigenen Vater stammen können, der jahrelang daran verzweifelte, dass seine postpubertären Kinder keinerlei Interesse an fristgerechter Korrespondenz mit offiziellen Stellen hatten. Sprich: Wenn man den Tisch unter dem Stapel von Papierkram noch sehen konnte, wurde auf alle Fragen mit “Jaja, da...

Der Friedi... als er noch ein kleiner Junge war

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Hier gehts zu  Teil 1 und Teil 2  der Friedmann Bach Plapperei! Wilhelm Friedemann war zwar der erste Sohn Johann Sebastians, aber bereits das zweite Kind im Bachschen Haushalt. Mehr möchte ich als erstgeborene Tochter und ältere Schwester eines begabten Bruders an dieser Stelle lieber nicht sagen. Nur soviel: Catharina Dorothea, ich fühle mit Dir! :) Wobei Wilhelm Friedemann seine erste Lebensjahre lang allem Anschein nach tatsächlich Kind sein durfte (es sei denn, er hat seine Übungshefte schon damals meistbietend gegen Kaugummi eingetauscht...ok, ich wollte die Kalauer beiseite lassen, richtig?), im Alter von etwa 10 Jahren muss es dann aber tatsächlich rund gegangen sein, denn aus dieser Zeit sind erste Übungsstücke bekannt. Tatsächlich zählen die Präludien aus dem Notenbüchlein für Wilhelm Friedemann Bach zu den Werken, die heute noch gerne in den gängigen Lehrwerken auftauchen.

Der Friedi... Eine Einleitung

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 Hier geht's zu Teil 1 und Teil 3 der Friedemann Bach Plapperei Es ist gar nicht so einfach, etwas Genaueres über den ältesten Sohn Johann Sebastian Bachs zu erfahren. Die meisten Biografien, die im Netz oder als Vorworte in Notenausgaben kursieren, sowie die kleine Handvoll Artikel, die 2010 zu seinem 300. Geburtstag erschienen, sind kurz und scheinen sich auf einen einzigen Artikel zu stützen, der im Grunde ausgewählte Fakten aus der MGG und ein paar ergänzende Punkte aus dem New Grove zusammenfasst (Morbus Wikipemimus, eine Zivilisationskrankheit, der ich als Lehrerin immer wieder begegne), ansonsten scheint das allgemeine Bild von Brachvolgels Roman “Friedemann Bach” oder -weit häufiger, so fürchte ich- von der Verfilmung desselben geprägt zu sein. Wie es ausgerechnet dieses Märchenbuch schafft, sich der breiten Masse immer wieder als Biografie zu verkaufen, ist mir ein Rätsel. Neben der Verfilmung wurde es ja auch noch “veropert” und meines Wissens zuletzt im Jahre...

Hach ja, der Friedi... ein Drama in mindestens 3 Akten

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Information über Wilhelm Friedemann Bach bekommt man recht schnell (# Morbus Wikipedimus). Sobald man aber versucht, zu hinterfragen, weshalb sich sein Leben so unspektakulär entwickelt hat und warum ausgerechnet dieses Originalgenie sich nicht zum “Großen Bach” aufschwingen konnte, sondern, im Gegenteil, in verarmten Verhältnissen (wennauch nicht ganz unvergessen) starb, dann landet man entweder unausweichlich bei den zweiWerken, die ihn zwar irgendwie unsterblich gemacht, aber dabei gleichermaßen zum Loser auf ganzer Linie abgestempelt haben: Bei den beiden Schinken von Albert Emil Brachvogel (“ Friedemann Bach ”) und Carl Hermann Bitter ( “ Carl Philipp Emanuel Bach, Wilhelm Friedemann Bach und deren Brüder ”), oder aber irgendwo in der Gegenrichtung: Auf der ganz esoterischen Linie. Freud lässt mal wieder grüßen und unterstellt ihm (mittels seiner Anhängerschaft ) mal ganz fix eine labile Persönlichkeit, ein Leben zwischen Eifersucht und Stolz, sowie einen ausgepräg...