“Weiberkram Musiksoziologie”, oder: Warum Frauen immer alles verstehen müssen
“Historische Musikwissenschaft” musste ich mir neulich anhören, “das ist ja mal wieder ganz typischer Weiberkram. Von Musiksoziologie will ich mal gar nicht reden. Passt zu Dir. In den Privatangelegenheiten toter Komponisten rumzuschnüffeln, statt mit Zahlen zu hantieren!” So, Herzchen, jetzt pass mal auf: Mal ganz abgesehen davon, dass Du es mit Deiner sytematischen MuWi auch nicht gerade zum Raketenwissenschaftler bringen würdest, bis 8 kann ich nämlich auch noch zählen, statt wie ein Mathematiker halbwegs reale Zahlen zu verwenden, kommst Du mir hier mit kleinen und großen Dreiern und verminderten Siebenern an... und was bitte hat denn die Frage danach, wie Beethoven von seinen Zeitgenossen aufgenommen worden ist, mit Privatsphäre zu tun? Oder die Frage nach den Aufführungsmöglichkeiten, Publikumsschichten, oder den Zeitgeschmack beeinflussenden politischen Entwicklungen? “Ja, Klar”, heißt es, “Nun wird also die Rolle des Einzelnen innerhalb der Gesellschaft beleuchtet. Ha...